10.09.2015: St. Peter Ording

Eigentlich befand ich mich ja in Cuxhaven, einerseits um die Seele mal wieder an der Nordsee baumeln zu lassen, andererseits aus traditionellen und nostalgischen Gründen.

 

So hat sich die Gelegenheit geboten, sich einer Fotogruppe für einen Tag anzuschließen. Ziel war es, von Glückstadt aus in die Gegend um St.Peter-Ording zu fahren und dort dem Foto-Hobby nachzugehen.

Da ich noch nicht so oft in St.Peter Ording war und der Wetterbericht nur Gutes versprochen hat, musste ich die Gelegenheit wahrnehmen.

 

Also: Aufstehen obwohl draussen noch nichts zu sehen war, auf den Weg zur Fähre nach Wichhafen. Hier hat sich schon die erste Belohnung eingestellt: Die Fahrtrichtung war nur etwas für die Minderheit, und die Stimmung bei Sonnenaufgang war phantastisch, dies hat sich über fast 30 Minuten hingezogen.

Es kündigt sich also wie erhofft ein richtig schöner Spätsommertag an.

 

Die Überquerung der Elbe bei leichtem Herbstnebel war auch sehr beeindruckend.

 

Treffpunkt mit der Gruppe war in Glückstadt am Hafen, das ein oder andere bekannte Gesicht hat mich doch etwas überrascht angeschaut. Da hat Manfred wohl vergessen, meinen Besuch anzudrohen.

 

Aber da die anderen gerade mit dem Frühstück anfingen, musste ich wohl notgedrungen mitmachen ...

 


 

... Aber dann ging es endlich los.

 

Nach der Anfahrt zum Sperrwerk gab es erst einmal die Gelegenheit sich langsam wieder mit dem Fotoapparat vertraut zu machen.

 

Oder Objektive auf den Stein fallen zu lassen, so wie ich es gemacht habe :-(

 

Da ich durch dieses Mißgeschick doch etwas irritiert und verärgert war, wurde die Fotoausbeute hier doch recht dürftig.

 

Danach ging es auf die Sandbank bei St. Peter Ording.

 

Nun waren 10 Fotografen mit wichtig aussehenden Fotoapparaten damit beschäftigt, das Nichts im Watt auf dem Chip einzufangen. Daher gab es von den wenigen anwesenden Personen ohne Fotoappaat die Frage, was denn heute hier so besonders wäre.

 

Nach der Antwort: 'Nichts, es sieht aus wie gestern und morgen auch, nur heute mit Sonne', gaben die Besucher sich zwar zufrieden, schienen aber auch etwas verwirrt.

 


 

Wer schleicht sich denn hier an?

 

 

Ach so, das ist Manfred, der mal wieder versucht seine Schäflein zusammenzuhalten, wenn er nicht gerade damit beschäftigt ist, Tipps für gelungene Fotos weiterzugeben - wie an meinem Beispiel zu sehen ist nicht immer mit Erfolg ...

 

 

Mist, jetzt hat er mich doch noch entdeckt ...

 

 

Abschließend muß ich sagen: Es war ein sehr schöner Tag, leider viel zu kurz ...

 

Die Rückfahrt ging über Brunsbüttel und der Fähre nach Cuxhaven ans Steubenhöft.

Mit einer ausreichend isolierenden Fleece-Jacke und Windschutz war die Überfahrt von knapp 90 Minuten an Deck gut auszuhalten und die spätsommerliche Stimmung auf der Elbe konnte ich ungestört geniessen.

Es war gar nicht mal die letzte Fähre an diesem Tag, aber ob sich die Fahrt mit 9 PKW's und einem LKW an Bord wirkich lohnt möchte ich nicht bewerten.

 

Der restliche Rückweg war sehr übersichtlich, in Cuxhaven 3*rechts, 1* links, nochmal rechts und Parkplatz suchen.

 

Vielen Dank dass ich mich für einen Tag der Gruppe anschliessen durfte.

 

Ach ja, da war ja noch das Objektiv...

Zu meiner Erleichterung waren die Linsen unbeschädigt, es war ein rein mechanisches Problem ("Delle") im Tubus, entstanden durch den Aufprall.

Es gibt noch Betriebe, welche nicht nur mit mechanischen Kameras aus den 50er und 60er Jahren umgehen können, sondern auch mit Objektiven aus den 80er ohne elektronischem Schnickschnack.

Der Inhaber des Betriebes hat sich sichtlich auf die anspruchsvolle Aufgabe gefreut, eine Woche mit motorisierten Hilfsmitteln und Schleifpaste das Innenleben des Objektivs mechanisch bearbeitet und wieder gereinigt.

Das Ergebnis ist zu meiner vollsten Zufriedenheit und funktioniert wieder als wäre nie etwas gewesen. Das Objektiv kann also weitere 30 Jahre in der Portrait-Fotografie eingesetzt werden.

 

Also noch einmal Glück gehabt!