Fraueninsel auf dem Chiemsee, 03.09.2016 - 09.09.2016

Es steht eine Woche Aufenthalt im Kloster auf der Fraueninsel an - natürlich nur zu Schulungszwecken.

Praktisch ist die Hinfahrt mit dem Zug, ein EC fährt direkt durch bis Prien, dem wichtigsten Hafenort am Seeufer. Leider hat sich die Bundesbahn ein klein wenig verspätet - 5 Minuten - und die dampfbetriebene Museumsbahn zum Anleger ist schon abgefahren.

 

Nun gut, also auf die andere Seite des Bahnhofs zum Taxistand - Dummerweise ohne Taxi.

 

Ein Einheimischer macht mich freundlicherweise auf das Schild mit den Taxi-Nummern aufmerksam. Also habe ich mir eine Nummer ausgesucht - nicht erreichbar. Für die zweite angegebene Nummer galt dasselbe, dann habe ich mein Glück mit der einzig angegebenen Festnetz-Nummer probiert: Siehe da, es melde sich jemand, allerdings etwas überrascht: Er habe gerade kein Taxi, ich möchte doch einfach warten.

 

Mir erschließt sich das Konzept der Schilder nicht, aber wir sind ja auch im Freistaat Bayern.

 

Und tatsächlich - nach kurzer Zeit kam ein Taxi. Also ab zum Hafen in Prien, Fahrkarte kaufen und ab auf den historischen Schaufelraddampfer. Eine sehr schöne Einstimmung der Woche.

 

Die Beschreibung zur Anreise war gut, einfach am Steg geradeaus, die Gaststätte Klosterwirt links liegen lassen und ein paar Meter weiter an der Klosterpforte vorsprechen - meine Mitreisenden vom Schiff waren allerdings gemeinschaftlich der Ansicht vom Steg direkt links in die Gaststätte abzubiegen oder erst davor stehenzubleiben um zu diskutieren ob zuerst ein Stück Kuchen oder der Inselrundgang ansteht.

 

(Wie immer können die kleineren Bilder durch anklicken vergrößert werden)


Der Klosterhof
Der Klosterhof

 

Bei einem Inselrundgang stellt der aufmerksame Besucher recht schnell fest, dass die ca. 250 Einwohner der Insel eigentlich nur von den ebenfalls dort lebenden Enten geduldet werden. Die nicht ganz so aufmerksamen Besucher merken es etwas später, oft wenn der abgestellte Rucksack abgesucht wird auf die nächste leckere Enten-Mahlzeit.

 

Ansonsten wird es gerne gesehen, wenn diese Zweibeiner ohne Brotstücke nicht im Weg rumstehen.

 


Schon wieder so ein Zweibeiner ohne Frühstück - störe bloß nicht!


Da die Insel recht übersichtlich ist, wird jeder kurze Abstecher an die frische Luft ein Inselrundgang - abends zum Sonnenuntergang, morgens vor dem Frühstück, zum Sonnenaufgang usw.


Garten mit Brunnen
Park auf Herrenchiemsee

Aufgrund des anhaltend guten Spätsommerwetters bestand auch die Möglichkeit zum Besuch der Nachbarinsel - Herrenchiemsee. Einziger Zweck der Insel: Es steht ein Schloß des bayrischen König Ludwig drauf.

 

Die Architektur ist angelehnt an einen Bau seines französischen Namensvetters in Versailles - oder man könnte es auch schlicht als Kopie in kleinerem Maßstab bezeichnen.


Am nächsten Morgen hat die Energie dann gereicht, rechtzeitig zum Sonnenaufgang am Steg zu sein. Wie so oft hat sich das auch hier gelohnt.


Leider ist die Woche vergangen wie im Fluge, es bleibt also nur noch die Abreise per Schiff zum Festland, angemessen begleitet durch herrliches Sommerwetter.

Auf der Rückreise hat die Bahn sich selbst übertroffen, sie war pünklich und es gab auch ansonsten keine Überraschungen, also fast schon langweilig ...

 


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