Januar 2016: Venedig

Im Januar 2016 hat es mich nach Venedig verschlagen. Nach der nicht problemlosen Anreise mit dem Zug wurden wir direkt am Bahnhof abgeholt, mit den Wochentickets für den örtlichen Nahverkehr (über Wasser) ausgestattet und 45min nach der Ankunft konnten wir unser Hotel bestaunen: Einen ehemaligen Palast, als Hotel hergerichtet, so wie man sich einen venezanischen Palast vorstellt, vom Fernseher mal abgesehen.

 

Ach ja, der Zug: Eigentlich war der Plan, mit dem Zug von München bis Verona zu fahren und dort umzusteigen. Leider gab es auf dem Brenner bei der üblichen Umkoppelaktion an der Landesgrenze einen Kurzschluß im Starkstrombereich. Danach war der Zug komplett stromlos, nach einer Weile entschloß man sich, die Mitfahrer auf die nächsten Züge zu vertrösten. Wir hatten Glück, es kam ein Zug von München, diesmal fur er aber bis Venedig, ohne Umsteigen. Somit war der Zeitverlust recht akzeptabel.


1. Tag

Oder ist das nun schon der 2. Tag? Ankunft war ja gestern, mit 6 Stunden Venedig, allerdings wurden die letzen 2 davon sowieso verschlafen.

Wie dem auch sei, nach dem Auffinden des Frühstücks folgte ein lockerer Stadtbummel um Venedig kennenzulernen.

Wir hatten Glück, trotz der Jahreszeit gab es praktisch durchgängig Sonnenschein, eigentlich hat ein dicker Pulli vollkommen gereicht.

 


2. Tag

Am 2. Tag ging es nun nicht mehr ganz so locker weiter, aufgrund der Wettervorhersage war die Ansage 'Wir gehen vor dem Frühstück zur Blauen Stunde an die Accademia-Brücke'.

 

2 Dinge stimmten versöhnlich:

  • die Brücke war nur 5 Minuten Fußmarsch von unserem Palast entfernt
  • im Winter ist der Sonnenaufgang sogar in Italien nicht ganz so früh

Nach dem leckeren und üppigen Frühstück (und mit den aufgetauten Fingern) ging es dann zu einem Spaziergang durch den Stadtteil Castello. Aufgelockert wurde dieser durch eine Gondelfahrt mit der einzigen weiblichen Gondolleri, zumindest nach eigener Aussage. Jedenfalls hat sie mir leidgetan, ohne wärmende Decken - wie bei uns - war das doch ziemlich frisch im Schatten. Allerdings war ja auch genug zu tun.

 


3. Tag

Da wir nun schon Übung hatten, ging es am 3. Tag natürlich auch früh los, diesmal zum Markusplatz. In der Hoffnung dass dies aufgrund der Tageszeit ohne größere Touristen-Ansammlungen funktioniert.

Das hat auch geklappt, leider hatten wir ganz übersehen, dass der venezanische Karneval ja parallel zum rheinischen stattfindet, in diesem Jahr also recht früh.

 

Kurz: Es standen also schon Tribünen auf dem Platz und es war Erfindungsreichtum gefragt.

 


Nach dem Frühstück ging es nun auf eine Reise zu den entfernteren Stadtteilen Venedigs, auf eigenen Inseln gelegen: Burano, hier ist alles einfach bunt. Allerdings auch gut besucht von asiatischen Touristinnen...

 


4. Tag

Auch heute gab es wieder den Vor-Frühstücks-Service: Es ging zum Fischmarkt an der Rialto-Brücke

 


Nachmittags wurden dann Langzeitaufnahmen von der Spitze der Salute gemacht, das war die Sache mit Stativ und Graufilter

 


5. Tag

Und es geht schon wieder mit großen Schritten auf die Abreise zu, aber einen Tag haben wir ja noch.

 

Nachmittags ging es dann in Richtung der Insel San Giorgio. Auf dem Weg dahin trafen wir eine elegante Dame mit italienischer Mode, die uns verblüffenderweise mit süddeutschen Dialekt ansprach. Sie war eine Deutsche, hatte aber einen Venezianer kennengelernt und lebt seitdem dort. Aber manchmal möchte sie halt doch noch etwas deutsch reden.

 

Nach diesem netten Treffen sind wir die Promenade entlangeschlendert und haben auf die Insel übergesetzt, genau richtig zum Sonnenuntergang.

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Jens Medenwaldt (Donnerstag, 26 Januar 2017 22:22)

    Was für ein schöner Bericht und noch schönere Bilder. Sehr stimmungsvoll! Da freue ich mich nun doppelt auf meine Reise nach Venedig in knapp zwei Wochen.

  • #2

    GBFotos (Freitag, 27 Januar 2017 11:35)

    Hallo Jens,
    es freut mich, wenn dir der Bericht aus dem Letzen Jahr gefällt.
    Nur der Hinweis: Für dieses Jahr folgt demnächst ein mindestens genau so stimmungsvoller Bericht, denn ich war offensichtlich (mal wieder) vor dir in dieser Besonderen Stadt. :-)
    Also (neudeutsch): Stay Tuned
    Ich wünsche dir, dass du deinen Aufenthalt dort (mindestens) genau intensiv genießen kannst wie ich es getan habe. Obwohl ich erst zum 2. Mal dort war fühle ich mich eigentlich schon zuhause dort.
    Gruß
    Georg